#10: Creative EP 630 In-Ear-Ohrhörer (1,2 m Kabellänge) schwarz

also vorweg mal: leute die behaupten, diese hörer hätten keinen bass, oder würden schei** klingen, haben die dinger entweder nicht richtig drinnen, oder sie vergleichen sie mit 3000€ elektrostat-kopfhörern.die ep630 klingen sicherlich nicht perfekt, aber sie klingen verdammt gut im vergleich zur konkurrenz. als direkten gegner würde ich sony’s mdr ex71 zählen, und dieser muss sich beim duell voll geschlagen geben. die creative schlagen den sony klanglich in jeder hinsicht.
doch vorab mal ein wenig zum background: die ep 630 sind ein “nachbau” des in insider-kreisen sehr bekannten und beliebten sharp md33s 4-pol hörers, der nur aus japan importiert werden konnte. sie sind vermutlich nicht so sehr ein “nachbau” als vielmehr ein produkt unter der lizenz jenes herstellers, der auch sharp und sennheiser beliefert (wer auch immer der hersteller sein mag). denn auch sennheiser hat mit seinem IE4 ein fast zur gänze identisches produkt, das als professioneller in-ohr monitor verkauft wird, jedoch 5 mal teurer als das von creative.im grunde sind all diese hörer gleich, bloss dass der sharp silber ist und über ein kürzeres kabel verfügt. die besonderheit liegt jedoch im 4-pol stecker, der eigentlich für eigene minidisc player von sharp gedacht war, die mit einem 4-pol verstärker ausgestattet waren. somit war das stereo-signal besser getrennt und wurde direkt bis zum kopfhörer perfekt übertragen. das war natürlich ein manko für normale “stereo-buchsen”, aber man konnte sich damit behelfen, indem man 2 kontakte miteinander verlötete, mit manchen ipods funktionierte der sharp auch so, ansonsten hörte man nur auf einer seite was. der große vorteil vom sharp war das kurze kabel (ähnlich wie beim sony), das speziell für die benutzung mit fernbedienungen gedacht war. eine verlängerung wurde natürlich mitgeliefert.
doch nun zum ep 630:eines muss vorausgesetzt werden um einen wirklich guten klang zu bekommen, nämlich dass die hörer wirklich gut sitzen. die ep 630 sind keine stöpsel, die man einfach so schnell mal reinsteckt wie man es sonst gewohnt ist. es sind dies in-ohr-hörer, und sie brauchen wirklich eine gute abdichtung zum ohr (manche nennen das “seal”) damit tiefe frequenzen ungestört übertragen werden können, ähnlich wie die professionellen monitor-hörer von shure, etymotics oder ultimate ears (bloß dass diese ein vielfaches von unserem kleinen gefährten kosten).aus dem grund werden den hörern auch 3 verschieden große aufsätze mitgeliefert. jeder muss ausprobieren, welcher für ihn das beste ergebnis liefert.es reicht jedoch nicht wenn man den hörer einfach so tief wie möglich ins ohr hineinpresst, ganz im gegenteil es muss darauf geachtet werden, WIE er ins ohr gesteckt wird. mit ein bisschen übung findet man den optimalen sitz, und wenn man vielleicht am anfang vom klang enttäuscht ist, so merkt man frühestens ab dem “AHA-Effekt” dass der hörer jetzt endlich richtig sitzt.
der hörer hat einen wirklich vollen bass und man glaubt kaum solche winzigen stoppeln im ohr zu haben. wo er mich nicht vollends überzeugen kann, sind die oberen mitten, die etwas nasal und “metallisch” klingen. es gibt kopfhörer die klingen einfach seidiger und edler, der ep630 ist da ein bisschen zu “harsch”. wer dieses problem ebenso empfindet, der möge sich verschiedene mods aus diversen foren zu gemüte ziehen. es gibt da welche, die entfernen das metallgitter und stopfen watte in das loch, die etwas verträglichere variante wäre, den schaumstoff von den alten ohrhörern runterzunehmen, zurechtzuschneiden und über den rüssel zu stülpen, und den schaumstoff wiederum mit dem aufsatz zu fixieren. es bedarf ein wenig geduld, aber diese methoden “zähmen” die höhen tatsächlich ein wenig.
es gibt auch viele, die sich über die störenden kabelgeräusche beklagen, manche nennen das “microphonics”, aber das ist bei dem typ von hörern völlig normal, doch auch da kann man sich mit kleinen tricks behelfen. ich zum beispiel führe das kabel immer zuerst von hinten über das ohr und stecke dann den hörer verkehrt ins ohr (mit verkehrt meine ich nicht dass die gummis dann nach aussen schauen, sondern viel mehr dass das kabel von oben kommt, statt von unten, also auf dem kopf stehend eben). das reduziert die geräusche enorm, ausserdem sind die hörer dann nicht mehr so anfällig darauf mit einem ruck aus dem ohr gezogen zu werden, da zuerst mal am ohrläppchen gezogen wird…
zum radfahren sicherlich nicht geeignet, da diese hörer die aussengeräusche fast zur gänze isolieren. aber für eine laute u-bahn fahrt sicher perfekt.
noch was: man kann mit den dingern auch richtig schlafen, dadurch dass sie eigentlich im ohr verschwinden und man sie kaum spürt, sogar wenn man auf dem ohr liegt. ich benutz sie daher auch manchmal als ohropax ersatz, wenn mal mein nachbar wieder etwas zu laut ist…
von mir die volle empfehlung, vor allem um den preis!

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